Da dieser Film immer wieder gelobt wurde, habe ich ihn mal angeschaut, muss aber leider feststellen, dass er in meinen Augen ziemlich überbewertet ist.
Story:
Eine fesche Reporterin und ihr Kameramann drehen eine Folge einer Serie, in der Rettungskräfte bei ihrem Alltag gezeigt werden. Innerhalb dieser Aufnahmen kommt es in einer Feuerwache zu einem Einsatz, bei dem die beiden mitfahren dürfen. Im Einsatzhaus trifft man auf 2 Polizisten und diverse Bewohner und besichtigt bei stets laufender Kamera die Wohnung, aus der Schreie gehört wurden...ab da läuft alles aus dem Ruder und eine ungenannte Krankheit verwandelt Leute in Zombies und das Gebäude wird durch die Behörden abgeriegelt.
Bewertung (Achtung: Spoilerhinweise im Text) der Kriterien:
Darsteller:
Sind alle ganz gut und keiner wirklich schlecht - ein Pluspunkt.
Effekte und Ausstattung:
Leider gibt es relativ wenige Effekte, die auch nicht ausufern, aber ganz ok sind. Die Ausstattung passt auch, aber hier konnte man eh kaum etwas falsch machen, da man meistens eh nur das Treppenhaus sieht.
Story:
Geht eigentlich gut los, doch dann wird es wirr und der Schluss (Spoiler), dass es sich eigentlich um eine gescheiterte Teufelsaustreibung des Vatikans handelte, ist sehr dämlich. Die nehmen dafür sicherlich so eine versiffte Dachwohnung mitten in einem Mietshaus...(Spoiler aus).
Negatives:
Bis jetzt klingt es ganz gut, oder? Doch leider versauen einige Punkte mir den Filmspaß massiv. Zum ersten die totale Unlogik je länger der Film dauert:
- Da sind die Einwohner des Hauses in Lebensgefahr, aber hauen nicht ab, weil die Behörden eine dünne Plastikfolie um das Haus gelegt haben.
- Damit man das Ganze weiterhin wie aus der Kameraperspektive verfolgt, dreht der Kameramann immer weiter. Selbst als man in höchster Lebensgefahr einen Schlüssel finden muss, gibt er der suchenden Reporterin nur blöde Kommentare und filmt sie bei der Suche...wieso auch nicht, wenn die Zombies an der Tür sind.
- Die Gebissenen verwandeln sich nach total unterschiedlicher Dauer zu Zombies. Die Pseudosprüche des Arztes, der dazukommt, sind eher Kindergarten und das Ganze nervt, weil es nur einem einzigen Zweck dient:
2ter massiver Kritikpunkt:
- Das Letztgenannte dient nur einem einzigen Zweck. Der ganze Film erzeugt immer nur auf der gleichen Schiene Schockeffekte und Spannung. Dass GENAU dann sich ein Toter verwandelt, wenn ZUFÄLLIG da einer vorbeigeht. Das nervt mit der Zeit extrem und macht nach dem 2ten Mal alles vorhersehbar.
- 2 Gebissene sind stundenlang angekettet, aber verwandeln sich genau dann, wenn sich einer drüberbeugt
- Eine Tote am Treppengeländer steht genau dann auf, wenn die beiden Helden die Treppe raufmüssen. Hier dauerte die Verwandlung nur 1-2 Minuten. Ab hier fängt es an zu nerven.
- Es wird dann total vorhersehbar, dass, wenn die Beiden der Chinesin die Treppe hochfolgen, diese sich genau dann verwandelt, wenn die Lampe ausgeht und man einige Sekunden nichts sieht. Die wurde wohl in ca. 10 Sekunden gebissen und verwandelt. Sicherlich. Mir war vorher schon klar, dass, wenn die Lampe wieder angeht, man natürlich genau in das Gesicht der jetzt Zombiechinesin leuchtet. LANGWEILIG!
Fazit:
Der Film fängt gut an und man wartet gespannt darauf, wie sich die Geschichte entwickelt, und man verfolgt dann auch interessiert den Verlauf. Doch dann folgt schnell Ernüchterung, wenn wirklich alles immer mit dem gleichen Spannungsmoment abläuft und man vorher sagen kann, was passiert. Dazu nach wachsendem Ärger noch ein richtig mieser Schluss und ich beendete den Film mit 2 Gefühlen:
1) Freude, dass es endlich aus ist
2) Trauer, dass soviel Potential verschenkt wurde